1994

Die Mitglieder der Jahreshauptversammlung unterstützten den Vorschlag des Vorstandes, das Grenadierfest ab 1995 vom Saal Glasmacher-Poschen in ein eigens dafür errichtetes Festzelt auf dem Kirmesplatz zu verlegen. Der „Umzug“ wurde aus Kapazitätsgründen aufgrund der großen Beliebtheit des Grenadierfestes erforderlich.

Wie bisher sollte das Grenadierfest weiterhin am zweiten Samstag im Januar stattfinden.

Am 13.09.1994 wurde erstmals in der Geschichte des Grenadierkorps eine Musikvereinigung als Fanfarenzug gegründet. Die musikalische Leitung des Grenadierfanfarenzuges Kapellen/Erft übernahm Werner Feuster, der leider viel zu früh verstarb.


1995

1995 fand das erste Grenadierfest im Festzelt auf dem Schützenplatz statt.

Das Zelt wurde prachtvoll geschmückt: 2.500 rote und weiße Luftballons wurden – überwiegend vom Junggrenadierzug (heute „Poppich Dropp“) – aufgeblasen, zu Ketten gebunden und an der Zeltdecke befestigt. Die Zeltwände wurden abwechselnd mit roter und weißer Folie verkleidet, ebenso die Außenwände. Rund 440 Sitzplätze standen zur Verfügung. Teelichter auf den Tischen und eine dimmbare Zeltbeleuchtung sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der enorme Arbeitsaufwand hatte sich gelohnt – die Besucher kamen in Scharen, und das Zelt platzte nahezu aus allen Nähten.

Am 24.06.1995 veranstaltete das Grenadierkorps auf dem Aschenplatz im Erftstadion Kapellen ein Open-Air-Konzert. Es traten die Bands „Small House“ sowie die Profimusiker der Band „Jet Set“ auf. Für die Veranstaltung wurde mit großem Aufwand eine überdachte Bühne errichtet. Über 500 Gäste konnten begrüßt werden.

Ab November 1995 wurde der Korpskönig nicht mehr durch Scheibenschießen ermittelt. Erstmals schoss man auf einen Holzvogel. Gleich 14 Grenadiere rangen um die Königswürde. Dr. Roland Knoben vom Grenadierzug „Tolle Jonge“ wurde neuer Korpskönig.


1996

Am 14.01.1996 legte das Grenadierkorps anlässlich des 60-jährigen Bestehens am Ehrenmal unter den Klängen des Tambourkorps „Frisch Auf“ Kapellen und des Musikvereins „Frohsinn Norf“ einen Kranz nieder. Das gesamte Korps trat in kompletter Uniform an.

Anschließend zog man geschlossen ins Festzelt zu einem außerordentlichen Frühschoppen.


1997

Auf der Jahreshauptversammlung am 14.03.1997 beschloss das Korps aus verkehrstechnischen Gründen eine Zentralisierung des Antretepunktes während der Schützenfesttage.

Künftig trat das Korps auf der verkehrsberuhigten Schubertstraße (Höhe Ziegelträger) an. Das erste Antreten dort erfolgte zum Fackelzug. Von dort marschierte man geschlossen mit den Musikeinheiten zum BSV-Antreteplatz an der oberen Friedrichstraße.


1998

1998 erhielt das Grenadierkorps auf Vorschlag des Vorstandes eine neue Korpsschwenkfahne. Die rot-weiße Fahne mit Korpsemblem wurde von Regimentsoberst Karl-Josef Pesch auf dem Grenadierfest feierlich an den Fahnenschwenker Michael Gaida übergeben.

Der Grenadierzug „Eichendorff“ zog sich aus dem aktiven Schützenleben zurück und wurde auf dem Grenadierfest 1998 feierlich verabschiedet. An den langjährigen Zugführer Rudi Schulz erinnert seit 2000 ein von seiner Ehefrau Hanni gestifteter Wanderpokal für den besten Chargierten beim Korpsschießen.

Zum Schützenfest 1998 führte das Grenadierkorps als erstes Korps des Regimentes ein großes beleuchtetes Korpstransparent beim Fackelzug mit. Maßgeblich beteiligt an der Herstellung waren Rolf Cöllen und Gerd Blume.


1999

Im August 1999 nahm das Grenadierkorps auf Einladung des befreundeten Grenadierkorps aus Wevelinghoven mit einer großen Abordnung am dortigen Schützenfestumzug teil. Vertreten waren die Regiments- und Grenadierfahnenkompanie sowie die Züge „Stief Staats“ und „Immer Treu“.

Angeführt wurde die Abordnung von Adjutant Uli Jansen, da Grenadiermajor Heinz-Werner Barmeyer urlaubsbedingt verhindert war. Die Kapellener Grenadiere wurden herzlich empfangen.


2000

Das Grenadierwochenende im Januar 2000 begann mit einem Auftritt der Düsseldorfer Kultband „Der letzte Schrei“. Am Samstag folgte das traditionelle Grenadierfest.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines großen Familientages. Für Kinder wurden Spiele, Armbrustschießen, Gesichtsmalerei und ein „Luftballonclown“ angeboten. Musikalisch gestalteten der Grenadierfanfarenzug, das Tambourkorps „Frisch Auf“ Kapellen und die „Lustigen Musikanten“ aus Nikolauskloster das Programm.

Im März 2000 führten die Jungschützen des Jäger- und Grenadierkorps eine gemeinsame Reinigungsaktion im Ort durch.

Im April folgte eine Einladung der Frankenheim Brauerei zu einer Besichtigung in Holzheim.

Im September unternahmen die Vorstände der Grenadierkorps aus Wevelinghoven und Kapellen mit ihren Ehefrauen einen gemeinsamen Ausflug nach Köln.


2002

Auf der Jahreshauptversammlung am 12.04.2002 wurde eine Beitragserhöhung diskutiert. Der bisherige Jahresbeitrag betrug 15,00 DM.

Aus der Versammlung kam der Vorschlag: „Streiche DM, setze Euro.“ Dieser wurde mit großer Mehrheit angenommen. Somit blieb der Beitrag faktisch stabil – bereits 1991 war die Erhöhung auf 15 DM beschlossen worden.


2003

Beim Schützenfest 2003 stellte das Grenadierkorps erstmals die meisten Großfackeln aller Korps. Mit fünf Großfackeln nahm man am Fackelzug teil und erreichte beachtliche Platzierungen im gesamten Regiment.


2004

Zum Schützenfest 2004 meldete das Grenadierkorps 218 Grenadiere sowie zwei Gastzüge. Erstmals verstärkte ein dritter Musikblock den Sonntagsumzug.

Am 11.01.2004 feierte der Grenadierfanfarenzug sein 10-jähriges Bestehen mit einem großen Musikprogramm im Festzelt.


2005

Beim Grenadierfest am 08.01.2005 spendete das Korps 300,00 Euro aus der Verlosung für die Flutopfer in Südostasien.

Am 21.10.2005 kam es auf der Mitgliederversammlung zu einem Führungswechsel: Wilfried Fücker wurde zum neuen Grenadiermajor gewählt, Manfred Aussem zu seinem Adjutanten.

Heinz-Werner Barmeyer wurde zum Ehrenmajor, Ulrich Jansen zum Ehrenadjutanten ernannt.


2006

2006 fand erstmals das Neujahrsschießen für Grevenbroicher Schützenzüge statt. 163 Schützen nahmen teil. Die Idee hierzu stammte von Ehrenmajor Heinz-Werner Barmeyer.


2008

Seit dem 12.02.2008 ist das Grenadierkorps als eingetragener Verein im Vereinsregister eingetragen.


2009

Beim Korpsschießen 2009 wurde der 25. Korpskönig ermittelt. Manfred Aussem vom Grenadierzug „Immer Treu“ errang die Königswürde.

Beim 4. Neujahrsschießen im Januar 2009 nahmen trotz minus 14 Grad insgesamt 236 Schützen teil.


2010

Im Februar 2010 wurden Vertreter des Grenadierkorps zum Neujahrsempfang ins Zeughaus nach Neuss eingeladen. Gastgeber war der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers.

Im Jubiläumsjahr zählte das Grenadierkorps 192 aktive Mitglieder, vier Ehrenmitglieder, drei passive Mitglieder sowie zwei Vorreiter.


 

 

Die vorstehende Chronik stellt die Fortsetzung der Fassung zum 50-jährigen Jubiläum dar, die von Fritz Laudien erstellt wurde. Auch bei der Fortführung zum 75-jährigen Jubiläum stand er mit Rat und Tat zur Seite.

Ein wichtiges Anliegen dieser Chronik ist es, die Geschehnisse für kommende Generationen festzuhalten – denn wie schnell 25 Jahre vergehen, wurde bei der Redaktionsarbeit deutlich.